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Die Tillmann Bibliothek –

… und das älteste Buch der Agrarhistorischen Bibliothek

Dem Namensgeber Hugo Tillmann verdanken wir „Libri de re rustica“ von 1533. In lateinscher Sprache gedruckt zeichnet es die landwirtschaftliche Entwicklung über 600 Jahre auf. Werke von Cato, Varro, Columella und Palladius wurden zusammengetragen und bei einem Nachfolger des berühmten Venedigers Aldus Manutius gedruckt – hervorragend erhalten, mit einem Interimseinband versehen, von bestechender Qualität. Die Buchrückenverstärkung barg ein ganz besonderes Highlight – der Restaurator konnte Fragmente einer lateinischen Handschrift ablösen, die gut und gerne 100 Jahre älter sein dürften, als das eigentliche Buch.

Spannend wie der Text der Bücher ist oft der Weg, den sie zurückgelegt haben und durch welche Hände sie gegangen sind. Dies gilt ganz Besonders für die Werke der Tillmann Bibliothek. Einige stammen aus der sog. Tetschner

Bibliothek aus dem Schloss von Thun-Hohenstein in der heutigen Tschechischen Republik. Hugo Tillman ist es zu verdanken, dass die Bücher erhalten und nicht völlig in Vergessenheit geraten sind. Akribisch hatte Tillmann jedes Buch mit einem Blättchen versehen, auf dem stand, wo er das Buch für wie viel erworben hat. So lässt sich ein nahezu lückenloser Nachweis erstellen.

Der Buchliebhaber Tillmann besaß fundierte agrarhistorische Kenntnisse und sammelte unermüdlich. Mehr als 20 Exemplare stammen sogar aus dem 16./17. Jahrhundert.

Die Dauerleihgabe des Deutschen Bauernverbandes schließt sich mit mehr als 2.500 Bänden nahtlos an die landwirtschaftlichen Themenbereiche an.